Ihr Lieben,

nachdem es eine Weile gedauert hat, bis Ihr die letzte Ausgabe der MIR SAJNEN DO! erhalten habt, haben wir uns mit der aktuellen Ausgabe um so mehr beeilt, und es gibt einiges zu berichten...

Der World Congress of Gay, Lesbian, Bisexual and Transgender Jews wird trotz der politischen Verhältnisse die 17th World Conference of GLBT Jews in Israel durchführen. Vom 4. bis 7. Juli 2002 treffen sich jüdische Lesben und Schwule, Bi- und Transsexuelle im Kibbutz Givat Haviva Conference Center, ca. 50 km nördlich von Tel Aviv. Es sind neben der Conference zahlreiche Ausflüge, Events, Partys geplant; und unsere israelischen Schwestern haben innerhalb des letzten Jahres an deren Organisation gearbeitet. Zur Zeit gibt es rund 20 Anmeldungen (abgesehen von den einheimischen TeilnehmerInnen), wer sich informieren und anmelden möchte, kann dies unter: www.wcgljo.org oder www.kenes.com/israelpride tun.

Außerdem werden anläßlich der zweijährlichen »Personal- Umstrukturierung« im Steering Committee des World Congress- Vorstands einige Stellen vakant. Es sind dies Schatzmeister, Officer at Large (Eastern Hemisphere) und Officer at Large (Western Hemisphere). Wie bekannt, habe ich während der letzten drei Jahre einen Officer-EH-Posten »bekleidet« und stehe nunmehr nicht mehr für eine Neuwahl zur Verfügung. Aufgabe der Officer ist es u. a., die Idee einer jüdischen Lesben- und Schwulengruppe im Heimatland und benachbarten Regionen umzusetzen und die Gruppen des World Congress zu »betreuen«. Die Teilnahme an regelmäßigen zweimal im Jahr stattfindenden Meetings rund um den Globus ist erforderlich, wobei die Flugkosten jeweils erstattet werden. Man lernt eine Menge interessanter Leute kennen. Darüberhinaus finden monatliche Telefonkonferenzen statt und auch deren Kosten werden erstattet. Gesucht werden enthusiatische Menschen, die bereit sind, für eine Zeit von etwa 2 Jahren eine derartige ehrenamtliche Aufgabe neben ihrem Alltag zu übernehmen. Benötigt werden Computer, Telefon und natürlich die Kenntnis der englischen Sprache. Nachdem es im sog. Board of Directors, dem mann/frau dann ebenfalls angehört, nicht allzu viele Frauen gibt, werden diese bei der »Stellenbesetzung« favorisiert.

Entgegen dem World Congress und der bisher gewohnten Weise haben wir uns anläßlich des CSD 2002 (gezwungenermaßen) dazu entschlossen, bei der diesjährigen Parade keine israelischen Fahnen mit uns zu führen. Ungeheuerlich genug sind die Demonstrationen und Ausschreitungen gegen Israel und Juden in Deutschland und u.a. Frankreich während der vergangenen Wochen! Wir wollen nicht als Zielscheiben fungieren, nur weil Menschen nicht mit Israels Politik einverstanden sind! Bereits im vergangenen Jahr, wurden wir während der CSD-Parade - unaufgefordert! - von zwei Polizeibeamten eskortiert. Auf meine Anfrage antwortete man mir, dass dies »prophylaktisch« zu unserem Schutz geschehe...

Und wie Ihr bereits am Ergebnis seht, haben wir eine neu gestaltete Website und auch eine neue Adresse. Karlheinz Barwasser hat sich bereit erklärt, in Zukunft für unsere Seiten Sorge zu tragen und dafür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken!

Zuletzt möchte ich Euch an die Mitgliedsbeiträge für das Jahr 2002 erinnern, die Ende Mai fällig werden. Wer noch nicht überweisen hat und weiterhin Mitglied bei Yachad Deutschland e.V. sein will bzw. unsere Zeitung beziehen möchte, wird um Überweisung des Mitgliedsbeitrags 2002 gebeten. Ein Abonnement kann auch online bestellt werden.

Liebe Grüße, B’Shalom...

Fred Fischer
Für den Vorstand von Yachad Deutschland e.V.
Officer at Large (WCGLBTJ)

IN MEMORIAM

LOTTI HUBER SEL. A.
GEB. GOLDMANN

1912 - 1998

Als Jüdin, Künstlerin und als Mensch gab sie
ein Besipiel für gelebte Toleranz und Akzeptanz