Wie schon in der letzten Ausgabe beschrieben, hat Yachad Köln/NRW an den Vorbereitungen und an den Ausführungen der Interkulturellen Woche im Rahmen des Europride hier in Köln teilgenommen. Zusammen mit den griechischen und türkischen Lesben und Schwulen, den Binats (binationale Paare) und Amnesty International haben wir unter der Koordination des LSVD ein vielfältiges und äußerst lebhaftes Programm anbieten können.

Schon die Eröffnung unter Anwesenheit und Schirmherrschaft von Frau Beck, der Ausländerbeauftragten des Deutschen Bundestages, und Frau Müller, der Vizepräsidentin des Landtages NRW, war ein voller Erfolg. Frau Müller betonte überraschend, daß vor allem ihr Gespräch mit Adriana Stern auf dem Empfang der schwul-lesbischen Gruppen im Landtag (Adriana hat eine Rede gehalten und Yachad vorgestellt) sie dazu bewogen hat, diese Schirmherrschaft zu übernehmen. Adriana lief rot an, Yachad war stolz, und der Rest wußte, daß wir da waren. Nach der Eröffnung wurde eine Ausstellung eröffnet, bei der auch Yachad vorgestellt und portraitiert wurde.
Ein weiterer Höhepunkt der Interkulturellen Woche wurde dann sicherlich die Lesung von Adriana und AI mittwochs im Schulz. Über 50 ZuhörerInnen kamen zur Lesung, in der Adriana vor allem das »jüdische Coming Out in der Schwulen- und Lesbenszene« thematisierte. Vielen Anwesenden wurden ganz neue Sichtweise aufgezeigt, die sicherlich die Wichtigkeit der Existenz von Yachad für die schwul-lesbische Szene verdeutlichte.

Bei den weiteren Veranstaltungen waren wir zwar »nur« Zuschauer-
Innen, aber auch der Kinoabend, die Podiumsdiskussion und die Parties der Interkulturellen Woche waren ein voller Erfolg.

Übrigens hat sich Yachad NRW auch an einer Demonstration gegen eine geplante Nazi-Mahnwache beteiligt. Wahrscheinlich aufgrund meiner schlagfertigen Handtasche haben es die Nazis vorgezogen, ihre »Mahnwache« abzusagen. Trotzdem erschienen über 400 Demonstranten, was sicherlich ein guter Erfolg ist (1% davon waren YachadlerInnen!!!).
Aaron