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Bereits im Juni des Jahres 2002 sorgte FDP-Vize Jürgen W. Möllemann mit schier ungeheuerlichen Äußerungen gegenüber Ariel
Sharon und dessen Politik und expliziten Sticheleien gegen den Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, für Schlagzeilen und blankes Entsetzen - nicht nur unter der jüdischen
Bevölkerung hierzulande. Als sei ein Jude wie Michel Friedman durch sein Benehmen, seine Art, selbst schuld, wenn man ihm mit antisemitischen Gefühlen gegenübertrete. Tausende von Menschen haben in verschiedenen
deutschen Städten auf Organisation der Jüdischen Gemeinden protestiert. Nachdem Möllemann im Laufe der entstandenen Antisemitusmus-Debatte in diversen Interviews verbal »nachgelegt« hatte, ist es in den letzten
Wochen stiller geworden. Grund genug für uns, nochmals an diesen Vorfall zu erinnern. Unsere Möllemann-Karikatur auf unseren Internetseiten hat für kontroverse und sogar beleidigende Einträge im Gästebuch gesorgt.
Wir haben das Bild, wie vorher festgelegt, nach einer Woche wieder entfernt. Fallen und aufstehen: Das ist Jürgen Möllemanns Leben - nicht nur als Fallschirmspringer. Der 56-jährige Stehaufmann der FDP, von 1962
bis 1969 war er CDU-Mitglied, sorgt(e) immer wieder für Ärger, Aufsehen und Irritationen. So mit seiner Nahostreise 1979, als er im Gespräch mit PLO-Chef Jassir Arafat die Selbstbestimmung der Palästinenser forderte
und Israel »staatlichen Terrorismus« vorwarf. Diesmal freilich hatte der Krawallbruder die Grenzen des Erträglichen überschritten. Mit dem dumpfen Vorwurf, die Juden seien selber schuld am Antisemitismus, den er
verhüllend in die Worte kleidete: »Ich fürchte, dass kaum jemand den Antisemiten - die es in Deutschland leider gibt, und die wir bekämpfen müssen - mehr Zulauf verschafft hat, als Herr Sharon und in Deutschland ein
Herr Friedman mit seiner intoleranten und gehässigen Art«. Für die von ihm erfundene »Strategie 18« (bei der Wählerschichten angesprochen
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