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dorthin fuhren. Durch die emotionale Unterstützung, die sie den Männern durch ihre Anwesenheit oder in Briefen »aus der Heimat« gaben, erschienen die Verbrechen, die diese in den Ghettos und Lagern, in Einsatzkommandos und Polizeibatail- lonen verübten, als eine berufliche Tätigkeit. Als Teil der Kar- riere, wie vieles andere. Die SS-Frauen verbrachten ihre Flit- terwochen in den Ghettos, gründeten Familien in den Ver- nichtungslagern, organisierten ein abwechslungsreiches gesellschaftliches Leben in den SS-Siedlungen und bemühten sich, ihren Männern Ablenkung von ihrer »schweren Aufgabe« zu verschaffen. Doch diese Frauen waren nicht nur stumme Stützen des Systems. Sie profitierten von der Vernichtung und Beraubung in den besetzten Gebieten, von der Korruption in den Lagern. Als Angestellte, Aufseherinnen, Ärztinnen im Vernichtungs- apparat der Nazis verübten sie aus eigenem Antrieb Grausam-
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