Bereits im vergangenen Sommer kam ein Film zum Thema jüdisch und lesbisch in die Kinos. Die Komodie »Kissing Jessica« handelte von der Liebesbeziehung einer nicht jüdischen bisexuellen Frau zur Jüdin Jessica. Der neue Film von Helen Les-
nick, »A Family Affair«, hat den gleichen Hintergrund: Jüdin und Schickse verlie-
ben sich und erleben, quasi als Probe, auch gleich den nächsten Sederabend gemeinsam mit der Familie der einen Hauptakteurin. Diese, Rachel Rose, wird von der Regisseurin selbst dargestellt. Rachel ist nach einer gescheiterten

Beziehung mit der bisexuellen Regina, die sich mit einem Mann abgesetzt hat, zurück in ihr Elternhaus geflüchtet. Vater und Mutter sind sehr verständnisvoll und sogar aktive Mitglieder einer Selbst- hilfegruppe für Angehörige von Lesben und Schwulen. Durch die Kupplerei von Rachels Mamme lernt sie ihre zukünftigen Liebe, Christine Petersen, kennen. Als die beiden dem Sederabend in Rachels Elternhaus beiwohnen, erwacht in Christine der Wunsch, zum Judentum überzutreten, Jüdin zu werden und Rachel zu heiraten. Die Eltern sind begeistert, aber Rachel überlegt sich die Sache nochmals. Ausgerechnet jetzt taucht die »Ex«, Regina, wieder auf der Bildfläche auf. Sie möchte Rachel dazu bewegen, mit ihr zurück nach New York zu kommen, um das »alte« Leben fortzuführen. Letztlich wird doch geheiratet, und Regina hatte ein Auge auf die Rabbinerin geworfen...
Auch wenn dies nicht der erste Film zu dieser Thematik ist, so ist es doch erfreulich, dass es immer mehr Filme mit lesbisch-jüdischem Bezug gibt. Das Spiel der originellen DarstellerInnen und auch die meisten Dialoge sind witzige Gags. Ein Film, bei dem nicht nur jüdische ZuschauerInnen viel zu lachen haben. Vorausgesetzt, Ihr habt die Möglichkeit, ihn im Original zu sehen, ohne die Verzerrung der Synchronisation.

A Family Affair
USA, 2001
108 Minuten
Mit Helen Lesnick,
Erica Schaffer
Regie:
Helen Lesnick