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Das Novembertreffen von Yachad-München fand kurzfristig doch nicht bei Harry daheim, sondern im Restaurant »Moro« statt. Bedauerlicherweise waren Karlheinz und ich zunächst die einzigen Teilnehmer des Monatstreffens und verbrachten die erste Stunde wartend an unserem Tisch, natürlich nicht ohne nebenher gut zu speisen... Aus der Stunde wurden dann letztlich vier Stunden, in denen wir uns, neben netter Gesellschaft, prächtig unterhielten und während dieser Zeit auch sonst niemand von Yachad auftauchte. Außer mit Harry und Adrian (die Bescheid gaben) hatten wir mit mehr TeilnehmerInnen, oder zumindest mit Zu- oder Absagen gerechnet. Es wäre wirklich klasse und nicht so frustrierend, wenn sich die Mitglieder zu dieser Praxis durchringen könnten. Der Abend war trotzdem nett - auch ohne die offizielle Monats-Tagesordnung.
Der erneute Aufmarsch der Neo-Nazis in München am 30. November hat die Stadt wieder in Aufruhr versetzt. Bei den vergangenen letzten – versuchten – Demonstrationen der Neo-Nazis wurde stets durch das persönliche Einschreiten von Tausenden von Münchner BürgerInnen erreicht, dass die Nazis eben nicht wirklich »aufmarschieren« konnten. Sie mußten sich vielmehr nach wenigen Metern zu ihren Ausgangspunkten bzw. Bussen zurückziehen und wieder abfahren. Dieses Mal waren erst gar nicht so viele Neonazis angereist. Ca. 40 von ihnen waren aus dem gesamten Bundesgebiet gekommen und wurden einzeln bei der Ankunft von der Polizei durchsucht. Um Zusammenstöße zu vermeiden, wurde das braune Gesocks von über 1200 Polizisten abgeschirmt und setzte sich in Richtung ihres »Aufmarschplatzes« am Goetheplatz in Bewegung. Über 1000 wütende Münchner BürgerInnen begleiteten mit einem Pfeifkonzert das Nazi-Grüppchen bis zum Goetheplatz, wo bereits knapp 70 Rechte mit Transparenten gegen die Wehrmachtsausstellung protestierten. Natürlich wurde die »Kundgebung« der Nazis auch hier mit Pfeifkonzerten und Lärm derart gestört, dass eigentlich niemand verstehen konnte, was sie brüllten. Gut so, nach der ihnen zugestandenen Zeit mußten sie ungehört wieder abziehen. Einzig an einer Straßenecke wurde es kurzfristig eng, als Gegendemonstranten versuchten, den Nazis den Weg zu versperren. Polizisten drängten sie auf die Gehwege zurück. Gelegentlich flogen Dosen und Eier. »Die Nazis bekommen in München keinen Stiefel auf den Boden«, war, wie in den vorangegangenen Gegendemonstrationen, der Grundtenor. Und so wird es auch bleiben!
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