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Todesfall
FULDA, 23. Juli (AFP)
- Der Fuldaer Erzbischof Johannes Dyba ist in der Nacht zum vergangenen
Sonntag überraschend gestorben. Wie ein Sprecher des Bistums mitteilte,
erlag der 70-Jährige einem Ñplötzlichen Herztod".
Der umstrittene Erzbischof war zuletzt wegen seiner Äußerungen
über Homosexuelle in die Schlagzeilen geraten. Dyba hatte das von
Rot-Grün geplante Gesetz zur Homoehe als "Schritt in die Degeneration"
kritisiert. Die Gleichstellung Homosexueller entspreche der natürlichen
"Schöpfungsordnung". "Importierten Lustknaben"
(gemeint sind ausländische Partner von deutschen Staatsbürgern,
Anm. der Red.), sprach Dyba ein Bleiberecht in der Bundesrepublik ab.
Wegen der Äußerungen hatte die Kölner Homosexuellen-Wählergemeinschaft
"Regenbogen-Liste" Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt.
Glückliche Eltern
JERUSALEM - Das oberste
Gericht in Israel hat einem lesbischen Paar im Mai erstmals das Recht
auf Elternschaft zugesprochen. Das Gericht wies das Innenministerium an,
die biologische Mutter des vierjährigen Kindes und ihre Partnerin
als Eltern anzuerkennen. Mit dem Urteil des höchsten Gerichtshofs
des Landes endet ein einjähriger juristischer Streit von Rutie und
Nicole Berner-Kaddish, die 1994 im US-Bundesstaat heirateten. Ruti wurde
mit dem Samen eines Spenders aus den USA künstlich befruchtet und
brachte Matan zur Welt. Ihre Partnerin adopierte das Kind nach geltendem
kalifornischem Recht. Beide Frauen haben die israelische- und die US-Staatsbürgerschaft.
Bei orthoxoden Juden stieß das Urteil des Obersten Gerichts auf
harsche Kritik. Der ultra-orthodoxe Abgeordnete Jaacow Litsman sagte,
die Entscheidung sei "beschämend" und gegen "alle
jüdischen Werte". Ruti und Nicole Berner-Kaddish feierten den
Tag als Ñgutes Omen für die Anerkennung von homosexuellen
Beziehungen".
Endlich U-Bahn-Klappen in
Israel
TEL AVIV (dpa) - Die
Metropole Tel Aviv erhält als erste israelische Stadt eine Untergrundbahn.
Die Stadt, die mit ihren zahlreichen Vororten zusammen fast zwei Millionen
Einwohner zählt und unter massiven Verkehrsproblemen leidet, soll
zunächst mit einer Linie ausgestattet werden. Diese wird die stark
befahrene Ost-West-Achse der Großstadt entlasten. Entsprechende
Pläne für den auf rd. 2,5 Milliarden Mark veranschlagten Bau
des U-Bahn-Systems wurden am Sonntag vom israelischen Finanzministerium
abgesegnet. Mit dem Bau der Strecke, der 5 - 6 Jahre dauern soll, dürfte
jedoch erst in 2 Jahren begonnen werden, berichtete die Tageszeitung "Haaretz".
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