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The World Congress of Gay, Lesbian, Bisexual and Transgender Jews, Keshet Gaàva and Yachad Deutschland e.V. (i.Gr.) present

The 6th European/Israeli Regional ConferenceJune 14. – 17.2001 in Munich

 

 

 

Dreimal hat sich das Organisationskomitee bereits getroffen, um über den Ablauf unserer Conference zu beraten. Dabei konnten wir auch bereits zum zweiten Male den Vice-President des World Congress, Francois Spiero, in München begrüßen. Francois ist zugleich auch der Präsident der Pariser Gruppe „Beit Haverim“, die als Gastgeber der 5th Regional Conference fungierte, und kann uns in dieser Eigenschaft sehr gute Hinweise für unser Event geben.

Derzeit sind wir vorrangig damit beschäftigt, geeignete Räumlichkeiten für die Conference zu bekommen. Zur Diskussion stehen momentan das Künstlerhaus in München, die Seidvilla sowie die Pasinger Fabrik. Für die abendlichen Eröffnungs- und Schlusszeremonien sowie den abschließenden Brunch am Sonntag den 17.06., werden wir wahrscheinlich den Saal und Biergarten im Vollmarhaus mieten.

Der weitaus größte Posten entsteht aber nicht durch die Mietkosten für die Räumlichkeiten, sondern eher verursachen die Ausgaben für die leibliche Verpflegungen während der Mittag-, bzw. Abendessen enorme Kosten. Es ist wirklich unverstellbar welche Summen da sofort entstehen, berücksichtigt man nur je 2 Menüs für 100 Gäste…Nun muß es uns gelingen diese Kosten möglichst niedrig zu halten und auch die übrigen Ausgaben (Licht, Ton, Gagen für Künstler, Werbung, Druck- und Versand etc.) in das Budget einfließen zu lassen. Die Registration sollte auch nicht den Betrag von DM 200,00/Person übersteigen. Dafür erhalten die Gäste je 2 Mittag- und Abendessen, Karten für Sightseeing in München, einen Trip durch die KZ-Gedenkstätte Dachau mit Führung und die Teilnahme an den Workshops. Außerdem soll jeder Gast ein Geschenk erhalten, welches ihn/sie stets an diese erste Conference auf deutschem Boden erinnert.

Die gesamte Organisation umfasst einen unglaublichen Arbeitsaufwand. Doch andererseits bringt es auch eine Menge Spaß ;-). 

Wir konnten inzwischen einige Personen (KantorenInnen, JournalistenInnen, Shoah-Überlebende, AutorenInnen usw.) für Vorträge und Workshops gewinnen. Jedes Mitglied von Yachad, oder andere Interessierte, die gerne einen Workshop zu einem lesbisch/schwulen/jüdischen Thema abhalten würden (in englischer Sprache), sollen sich bitte an die Redaktion der MSD wenden.

Für die Entertainmenteinlagen wird es schauspielerische, musikalische Darbietungen geben und auch Rabbiner Edward van Voolen (Beth Shalom + Gesher L`Massoreth) war sehr angetan von unserer Conference und wird sich hoffentlich genauso einbringen wie andere Aussenstehende jüdische Persönlichkeiten, die nicht gay sind und dennoch mit uns sympathisieren, bzw. uns trotz unserer Homosexualität als Bestandteil des jüdischen Volkes verstehen.

Während unserer Suche nach Räumlichkeiten für die Conference haben wir uns in einem Schreiben an die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Frau Charlotte Knobloch gewandt. Schließlich sind einige der Münchner Yachadler auch Mitglieder der Kultusgemeinde und die sexuelle Gesinnung sollte bei aufgeklärten Menschen eigentlich keine Rolle spielen. Erst nach wiederholter Nachfrage sandte uns Frau Knobloch ein Antwortschreiben, kurz und knapp. Es sei nach Rücksprache mit dem Gemeinderabbiner Steven Langnas „nicht möglich eine Gruppe – in welcher Weise auch immer - zu unterstützen, die nicht die halachischen Vorgaben entspricht“. Zu deutsch: Lesbisch bzw. schwul zu sein, entspricht nicht der Halacha, deshalb keine Räumlichkeiten “ (dabei werden wir durch einen neutralen Rabbiner prüfen lassen, was genau die Halacha zum Thema Homosexualität sagt).

Abgesehen davon das es ziemlich billig ist, die „Meinung“ des Rabbiners vorzuschieben. Der Brief war an Frau Knobloch gerichtet gewesen. Sicherlich spielte im ablehnenden Antwortschreiben der Präsidentin auch ein gewisses Maß an Homophobie mit. Verwunderlich dabei nur, dass der Zentralrat der Juden in Deutschland in einem an uns gerichteten Schreiben  überhaupt nicht argwöhnisch auf Yachad reagiert und komischerweise die Homosexualität des Vorgängers von Frau Knobloch, Dr. Hans Lamm s.A., in der IKG anscheinend toleriert  - oder totgeschwiegen - wurde. Wie konnte nur ein Mann eine Gemeinde leiten, frage ich mich da, der „nicht der „Halacha entsprach“??? Und der aus eigener Erfahrung überhaupt nicht mit seiner Homosexualität hinter`m Berg hielt.

In Anbetracht der bevorstehenden Conference werden wir dieses Thema vertagen. Nur, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, Frau Knobloch...

 

copyright: Yachad Deutschland, 2000
 
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