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Was´los in Bayerns Metropole?...

 

 

 

Eine Arbeitsgruppe „Gedenkveranstaltung zum 09. November“ bereitete mit Unterstützung der Israelitischen Kultusgemeinde, des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und des Stadtarchivs München die diesjährige Gedenkveranstaltung am Platz der ehemaligen Hauptsynagoge (Herzog-Rudolf-Strasse, 16.00 Uhr) vor. Yachad-Mitglieder nahmen zusammen mit hunderten anderer Münchner an dieser bewegenden Veranstaltung teil. Einige Yachadniks und Mitglieder der Liberalen Jüdischen Gemeinde, Beth Shalom, trafen sich mit Angehörigen verschiedener Gruppen um 18.00 Uhr am Hohenzollernplatz, um in einem Lichterzug der Pogromnacht zu gedenken.

Der Traum von Gerhard Knoller und Susanne Söllner nach einem eigenen Lokal, ist Wirklichkeit geworden: Mit „Zimmes & Zores“ gibt es ein weiteres Lokal im Viertel (Klenzestr. 89). Wir wünschen Mazel tov!!! Überhaupt haben in den letzten Monaten einige jüdischem Background in München eröffnet. Neben dem bekannten „Cohens“, gibt`s inzwischen auch das „Schmok“ sowie das „Bar Mitzvah“. Anläßlich des nächsten Monatstreffens werden wir die Speisekarte im „Zimmes & Zores“ testen.

Dass der Skinhead-Fetisch in die schwule Szene gehalten hat, ist nicht neu. Ein schwieriges und hochaktuelles Thema, das da am 30. November verhandelt wird. „Schwule & Skinheads“ lautet der Titel der Podiumsdiskussion, zu der die Beratungsstelle des SUB, das Anti-Gewalt-Projekt und das Magazin „Our Munich“ aufrufen. Eine Diskussion zwischen Fetisch-Verteidigern und politischen Bedenkenträgern, die in das Publikum eingreifen soll. Angesichts der aktuellen Ereignisse rund um die Skin-Szene kann dies ein heißer Abend werden!
Donnerstag, 30. November, 20.00 Uhr, SUB, 1. Stock

Yachad`s Chanukka-Party findet in diesem Jahr, 29.12./19.00 Uhr, im SUB statt, das erste Chanukka-Licht wird wieder traditionsgemäß an der großen Chanukkia an der Herzog-Max-Strasse, von Rabbiner Diskin, entzündet.

Fred

 

14. Jüdische Kulturtage in München

 

 

 

Die 14. Jüdischen Kulturtage in München, finden in diesem Jahr von 16.11. – 28.11.2000 unter dem Motto „Sepharad 2000“ statt. Im Mittelpunkt der diesjährige Veranstaltung steht die hierzulande weniger bekannte Geschichte der spanischen Juden und ihrer Nachfahren, die sich nach der Vertreibung aus Spanien durch die Inquisition in den Mittelmeerländern, aber auch in nordeuropäischen Hafenstädten wie London, Hamburg, Amsterdam niederließen. Die Jüdischen Kulturtage können nicht erschöpfend die Vielfalt sephardischer Kultur aufzeigen (Sepharad ist das hebräische Wort für Spanien).

Spendenaktion für die neue Synagoge

 

 

 

Wie es aussehen wird, das neue jüdische Gemeindezentrum am Jakobsplatz, entscheidet sich erst im Architektenwettbewerb im kommenden Jahr. Eins aber steht fest, die auf gut 48 Millionen Mark geschätzten Gesamt-kosten werden nicht ausreichen. Trotzdem der Staat Bayern die Kultusgemeinde mit einer „Spende“ von 14 Millionen Mark bedacht hat und auch das Grundstück auf dem sich die 1938 zerstörte Hauptsynagoge befand, von der Stadt zugunsten der Kultusgemeinde verkauft wurde. Grund sind ein Bunker, ein Löschwasserspeicher und die U-Bahn, die sich unter dem Jakobsplatz befinden und hohe Kosten verursachen. Auf „über 50 Millionen Mark“ schätzt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, die Gesamtkosten für den Neubau, bestehend aus Synagoge, Kindergarten, Schule, Verwaltungsräumen und Jüdischem Museum. Momentan sind diese Einrichtungen über das Stadtgebiet verteilt. Das Kuratorium zur Förderung des Neuen Jüdischen Gemeindezentrums, dem bereits 50 namhafte Mitglieder aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport, Kirche und Wissenschaft angehören, rührt deshalb die Werbetrommel und Schauspielerin Senta Berger legte mit einer Spende von DM 5.000,00 den Grundstock. Auch viele Münchner Bürger haben ihr Scherflein bereits beigetragen. „Dies freut mich besonders“, so Frau Knobloch. Wer ebenfalls (steuerlich abzugsfrei)  spenden möchte: Stadtsparkasse München (BLZ 701 500 00), Sonderkonto 118 190, Stichwort: „Neues Jüdisches Gemeinde- und Kulturzentrum“.

tse

copyright: Yachad Deutschland, 2000

 
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