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Tu B`shvat, der 15.
Tag des hebräischen Monats Shvat, wird zum ersten Mal in den
talmudischen Traktaten der ersten Mischna, zu Rosh HaShana, als Neujahr
der Baume erwähnt. Die Halacha bezieht sich dabei auf die Kalkulation
der drei Jahre orlah, während derer z.B. der Genuss aller Baumfrüchte
verboten ist. Der kabbalistischen Vorstellung nach bezeichnet dieser Tag
die Zeit des Jahres, wenn der Winter beginnt sich zurückzuziehen. Licht
ist “gut“ und "Erlösung“, während Dunkelheit als "böse“ und "Unglück“
gilt. Im Winter ist das Tageslicht nur kurz und die Dunkelheit der
Nächte lang, dies beginnt sich an Tu B`shvat zu ändern.
Die
kabbalistischen Weisen machten eine Art “Seder Abend” aus Tu
B`shvat, indem sie auch hier vier Becher Wein tranken. Der
erste war Weisswein, symbolisch für den todesähnlichen
Schlummer der Winterzeit. Der zweite war ein Gemisch aus
rotem und weissem Wein, wobei der größere Anteil des
Rotweines das Erwachen der Kreaturen vom Winterschlummern
symbolisieren sollte. Der dritte Becher hatte noch mehr
Anteile an rotem Wein und der vierte Becher enthielt
gänzlich Rotwein. Der Weisswein symbolisierte auch das fahle
Mondlicht, welches während der kalten Winternächte sichtbar
ist, während der Rotwein das starke Licht der Sonne
symbolisieren sollte.
Nach
populärem heutigem Brauch isst man alle sieben Arten
Früchte, mit dem das Land Israel gesegnet ist: (Weizen,
Gerste, Trauben, Feigen, Granatapfel, Oliven und Datteln).
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