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Purim -
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... ist ein
eintägiges Fest, das am vierzehnten Tag des Adar (dieses Jahr am 12.
März) begangen wird. Es gedenkt der Errettung der jüdischen Gemeinde in
Persien vor den teuflischen Mordplänen des Haman. Die Ereignisse, die im
Buch Esther beschrieben werden, trugen sich im Jahre 450 vor der
Zeitrechnung zu. Der Name Purim leitet sich vom Wort pur ab, was
Lotterie bedeutet, die Methode, die Haman verwendet hat, um das Datum
auszuwählen, an welchem er seine Horden zu einem allgemeinen Massaker
auf die Juden loslassen wollte. Die Pläne des Haman wiesen unheilvolle
Parallelen zu den Plänen vieler anderer Herrscher auf, die über die
Jahrhunderte jene Länder regierten, wo Juden lebten. Die prekäre Art des
Überlebens der Juden in zahllosen Ländern der Diaspora, wo ihr Leben oft
von den Launen und Stimmungen der örtlichen Herrscher abhing, wird in
der Purim-Geschichte auf den Punkt gebracht. Die plötzliche Wende der
Geschehnisse in der Purim-Geschichte, in der sich das Blatt unvermutet
gegen den Unterdrücker wendet und die jüdische Gemeinde in die Lage
bringt, sich selbst gegen Angriffe zu verteidigen, hat einen Funken der
Hoffnung und Ermutigung für die unterdrückten und erniedrigten jüdischen
Gemeinden aller Jahrhunderte gebracht.
Ta'anith Esther - vor dem Purim-Feiertag, am 13. Adar, war
es den Juden in Persien durch ein königliches Dekret
gestattet, jeden von Hamans Verbündeten zu bekämpfen, der
versuchte, ihnen zu schaden. Sie begleiteten ihre Kämpfe mit
Gebeten und Fasten. In Erinnerung an ihr Fasten ist es
üblich, jedes Jahr am 13. Adar zu fasten. Das Fasten beginnt
vor Sonnenaufgang und endet etwa 35 Minuten nach
Sonnenuntergang.
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Pessach
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Das
erste, unter den in der Bibel genannten großen jüdischen
Festen, wird zur Erinnerung an den Auszug der Kinder Israels
(Bnej Jisraels) aus der ägyptischen Sklaverei gefeiert und
es soll weiter dran erinnert werden, wie wichtig es ist, den
Kampf für die Freiheit in jeder Generation fortzusetzen. Zu
diesem grundsätzli-chen, spirituellen Konzept kommen noch
das prächtige Zeremoniell und die besonderen Speisen hinzu,
wodurch Pessach zu einem einzigartigen unter den jüdischen
Festen wird. Pessach war und ist ein Familien- und
Gemeinschaftsfest. Die Torah (2. Buch Moses 12) sagt: „der
Herr aber sprach zu Moses und Aaron in Mitzrajim: Dieser
Monat (Nissan) soll bei euch der erste Monat sein... Am
zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm,
je ein Lamm für das Haus...“ Dieses Lamm, das Pessach-Lamm,
sollte bis zum 14. des Monats gehütet und dann geopfert,
gebraten und unter den Familienangehörigen verteilt werden.
Chag Ha`Pessach (2. Buch Moses 34,25), das Fest des
Pessach-Lamms, erhielt seine Bestimmung in dem Moment, als
der Ewige an den Häusern der Kinder Israels vorbeiging und
ihnen die zehnte Plage ersparte, nämlich die Tötung des
Erstgeborenen in jeder ägyptischen Familie. Das hebräische
Wort „Pessach“ bedeutet „vorübergehen an“. Heute verlocken
die breite Palette von Speisen und die Seder-Feier in der
Gemeinschaft viele Menschen dazu, an der Pessach-Erfahrung
teilzuhaben. Pessach wird von mehr Jüdinnen und Juden
eingehalten und gefeiert, als irgendein anderes Fest des
jüdischen Kalenders. Nach einer Untersuchung begehen 99 %
der jüdischen Bevölkerung Israels das Fest in irgendeiner
Weise, z.B. indem sie Mazzot verzehren, die zu Pessach
untersagten Speisen (chamez) meiden, ihr Haus und die darin
befindlichen Gerätschaften vollständig säubern (kaschern)
und an einem Seder oder einem G`ttesdienst in der Synagoge
teilnehmen.
Pessach gehört ebenso wie Schawuot und Sukkot zu den durch
die Torah gebotenen drei großen Wallfahrtsfesten (schalosch
regalim). Drei Aspekte sind zusammengekommen, die Pessach zu
einem besonders herausragenden und bedeutungsvollen Fest
machen – ein Fest, das in Worten und Taten das Ideal der
Freiheit symbolisiert. Ursprünglich bestand Pessach aus zwei
unterschiedlichen Festen. Das eine war Chag Ha`Pessach, das
andere, Chag Ha`Mazzot. Dieses Fest des ungesäuerten Brotes,
welches schon lange vor den Ereignissen in Ägypten gefeiert
wurde, ist mit dem überstürzten Auszug des jüdischen Volkes
aus Ägypten in Verbindung gesetzt worden, weil sie den rohen
Teig mitnahmen, „ehe er durchsäuert war“.
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copyright: Yachad Deutschland, 2001
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