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Grußwort zur Conference

 

 

 

Landeshauptstadt
München

Oberbürgermeister
Christian Ude

Grußwort

„München im Zeichen des Regenbogens": Unter diesem Motto möchte München sich besonders auch der schwul-lesbischen Szene als Reiseziel und Treffpunkt empfehlen. Und dabei hat die Stadt keineswegs nur handfeste materielle Interessen im Auge, wie sie bei den Aktivitäten zur „Hebung des Fremdenverkehrs" üblicherweise im Vordergrund stehen. Die Vielfalt und Vitalität der schwul-lesbischen Szene in München und die Attraktivität Münchens für schwul-lesbische Veranstaltungen ins rechte Licht zu rücken, ist noch aus einem anderen Grund ein erklärtes und lohnendes Anliegen der Stadt: Schließlich kommt darin auch und vor allem das Selbstverständnis Münchens als Metropole der Toleranz und Weltoffenheit zum Ausdruck.

Jedes Treffen der schwul-lesbischen Szene, das in München stattfindet und das zusätzlich für München gewonnen werden kann, ist deshalb gerade auch in dieser Hinsicht ein echter Gewinn. Und gerade in diesem Jahr stehen hier gleich mehrere Highlights auf dem Programm: Dazu gehört zum Beispiel das Jahrestreffen der International Gay and Lesbian Travel Association, die in München heuer ihr erstes Europa-Gastspiel gibt. Ein weiteres Highlight in diesem Zusammenhang ist auch die European-lsraeli Regional Conference of Gay, Lesbian, Bisexual and Transgender Jews, die erstmals nach München kommt und damit ebenfalls eine Deutschland-Premiere feiert. Nicht nur das traditionsreichste, sondern auch das spektakulärste Ereignis, zu dem die schwul-lesbische Szene sich auch in diesem Jahr wieder in München trifft, ist zweifellos aber der Christopher-Street-Day. Aus kleinen und bescheidenen Anfängen heraus hat sich der CSD in München in den letzten Jahren zu einer wahren Großdemonstration entwickelt, zu einem schrill-bunten Straßenfest, das inzwischen ebenso wenig aus dem Münchner-Veranstaltungskalender wegzudenken ist wie etwa der Oktoberfest Trachten- und Schützenzug. Darüber hinaus versteht sich der CSD nach wie vor natürlich auch als politisches Forum, als Demonstration für Gleichberechtigung und gegen Benachteiligung und Diskriminierung. So haben nicht zuletzt auch die CSD-Veranstaltungen der rechtlichen Anerkennung homosexueller Partnerschaften, wie sie durch das neue Lebenspartnerschaftsgesetz nun erstmals festgeschrieben wird, wichtige Anstöße und Impulse gegeben. Dies sollte dem CSD 2001 noch zusätzlichen Auftrieb geben. Welchen Stellenwert die Stadt diesem Ereignis beimisst, zeigt im übrigen schon die Unterstützung, die dafür sowohl von Seiten des Fremdenverkehrsamts auch als des Kulturreferats kommt. Dass ich - wie in den Vorjahren - auch diesmal die Schirmherrschaft übernommen habe, versteht sich ohnehin schon von selbst.

Gerne wünsche ich dem Christopher-Street-Day in diesem Sinne wieder einen vollen Erfolg und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich dazu in München treffen, viel Spaß und Vergnügen.

Christian Ude

 

copyright: Yachad Deutschland, 2001
 
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