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Oranienburg
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Auch
mehr als acht Jahre nach dem
Brandanschlag sind die Spuren an der «Baracke 39» in der
Gedenkstätte des früheren KZ Sachsenhausen nicht zu
übersehen: Als Mahnung wurde der ruß geschwärzte Teil der
Außenwand nicht rekonstruiert, sondern nur mit einer
Glasscheibe geschützt. Im Innenraum des Gebäudes, der beim
Anschlag auf die jüdischen Baracken 38 und 39 im September
1992 verschont blieb, wird am 21. April eine neue
Dauerausstellung über den «Alltag» der einstigen Häftlinge
im KZ-Sachsenhausen eröffnet. «Anhand von 20
Biografien ehemaliger Häftlinge widmen wir uns hier erstmals
überhaupt in einer KZ-Gedenkstätte gezielt diesem
Thema»,sagt der Direktor der Stiftung Brandenburgische
Gedenkstätten, Günter Morsch. «Das System des Terrors
basierte auf einer planvollen Brutalisierung der
Lebenszusammenhänge und führte so zur Perversion des
Alltäglichen», heißt es in einer Beschreibung zu der
Ausstellung. Die Schau mit Texten, Fotos, Zeichnungen und
Objekten stützt sich auf Erzählungen der ehemaligen
Häftlinge, die sich der Besucher anhören kann. Dazu wurde
eine CD-ROM gestaltet, die einen biografischen und einen
thematischen Zugang zur Ausstellung ermöglicht. «Eine
klassische exponat-orientierte Ausstellung ist zu diesem
Thema nicht möglich, da sie nicht die ganze Wahrheit zeigen
würde», sagt Morsch. So könnte etwa ein liebevoll von
Häftlingen gestaltetes Liederbuch ein schiefes Bild der
Lebensumstände zeichnen. Deshalb werden in der Ausstellung
zwar Exponate - ausschließlich aus dem Besitz der 20
Häftlinge vom deutschen Juden über einen Norweger und einen
Homosexuellen bis hin zu einem Kriminellen - zu sehen sein.
Diese stehen aber immer in Verbindung mit den jeweiligen
Erzählungen. Unter den ausgewählten Biografien sind auch
solche von Häftlingen, die das KZ nicht überlebt haben. Für
sie erzählen Angehörige oder es wird aus Akten vorgelesen.
«Wir wollten die gesamte Häftlingsgesellschaft in ihrer
Vielfalt abbilden», sagt Morsch. Die Einzelschicksale werden
für die Ausstellung in sechs Themenbereichen
zusammengeführt. So kann der Besucher unter der Überschrift
«Wege nach Sachsenhausen» unter anderem einen alten Atlas
betrachten, zu dem ein tschechischer Häftling erzählt, wie
er darin den im Deportationsbefehl vermerkten Ort
«Auschwitz» suchte. Zum Thema «Häftlingsgesellschaft»
berichtet ein Ukrainer von einer selbstgebastelten Kiste,
mit der er sich beim Appell «größer machte», oder ein
anderer Häftling, wie er sich ein Vokabelheft für Norwegisch
geschrieben hat, um an Lebensmittel aus Paketen zu gelangen,
die norwegische Häftlinge geschickt bekamen. Ein
selbstgefertigter Kalender zeugt im Komplex «Raum und Zeit»
davon, wie ein Häftling die ihm durch die Willkür der SS
geraubte Zeit zurückgewinnen will. Auch die Komplexe
«Arbeit» sowie «Gewalt, Sterben, Tod» beleuchtet die
Ausstellung. Beispielsweise ist ein Notizheft voller Rezepte
zu sehen, mit dem ein belgischer Häftling seinen Hunger
bekämpfen wollte. «Wir glauben, dass wir mit dieser Art der
Darstellung den Alltag nahe bringen können», sagt Morsch.
Thematisiert wird auch das «Leben mit der Erinnerung». Laut
Morsch waren für das seit 1995 erarbeitete Konzept 120
lebensgeschichtliche Interviews geführt worden,
ausschlaggebend für die Auswahl waren die Exponate.
«Die Baracke selbst ist jedoch das Hauptexponat», betont
Morsch. Damit die Aura des authentischen Ortes erhalten
bleibt, werden die Stelen mit Texten, Exponaten und
Tondokumenten auf einem langen Steg in der Mitte des Raumes
stehen.
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New York
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Steven
Spielberg (54), einer der erfolgreichsten
Hollywood-Regisseure der letzten Jahrzehnte, hat sich von
Amerikas Pfadfindern distanziert, weil sie keine
Homosexuellen aufnehmen. Es sei eine «echte Schande», wie
die Boy Scouts «aktiv und öffentlich andere diskriminieren»,
erklärte Spielberg nach Angaben der Zeitschrift «People» vom
Dienstag. Der Star-Regisseur reagierte damit auf die
Weigerung der US-Pfadfinder, Schwule in ihren Reihen zu
dulden. In der öffentlichen Erklärung zu seinem Austritt aus
der Organisation, die Spielberg Jahre lang unterstützt
hatte, heißt es: «Ich dachte immer, die Boy Scouts stehen
für Chancengleichheit und ich habe mich stets ganz eindeutig
gegen Intoleranz und Diskriminierung auf der Grundlage
ethnischer, religiöser, rassischer oder sexueller
Orientierung gewandt.»
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Paris
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hat
zum ersten Mal in seiner Geschichte einen offen schwulen
Bürgermeister. Bertrand Delanoé ist auch seit der
Französischen Revolution in Jahre 1871, das erste
sozialistische Stadtoberhaupt. Der neue Bürgermeister, der
sich in einer im März durchgeführten Stichwahl gegen einen
Konservativen durchsetzte, outete sich vor drei Jahren, in
der für ihn typisch nüchternen Weise. Auf die Frage des
Talkmasters, ob er homosexuell sei, antwortete Delanoé:
„Natürlich bin ich schwul, sonst hätten sie mich nicht in
diese Show eingeladen.“
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Windhuk/Johannesburg
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Stallon Shimanda hat Ohrenschmerzen. Eine «Gesetzeshüterin»
riss dem Namibier in einem Einkaufszentrum der Stadt
Katutura einen schmückenden Ring vom Ohr. Es geschehe auf
ausdrücklichen Befehl von Präsident Sam Nujoma, erklärten
die Mitglieder der Spezialtruppe SFF ihrem Opfer. «Sie
behaupteten, dass es ein Präsidenten-Befehl sei, jedem Mann
Ohrringe abzunehmen, und fragten, wer ich denn sei, dass ich
mich einem präsidialen Befehl widersetze», berichtete er
später der Zeitung «The Namibian». Einer ihrer Mitarbeiter
machte noch weitere Opfer der Truppe aus, wurde aber von
deren Mitgliedern bedroht und gehindert, Fotos zu machen.
Auch wenn sich die Behörden auf Nachfrage von Journalisten
später von der Aktion distanzierten und die beschlagnahmten
Ohrringe zurückgaben, saß der Schock tief. Die
«Ohrring-Säuberung» in Namibia ist die jüngste Eskalation in
einer wahren Hexenjagd auf Homosexuelle, die durch
öffentliche Aufrufe Nujomas indirekt zur Zielscheibe werden.
Der hatte am 19. März vor Studenten gewarnt, dass
Homosexualität im Lande nicht toleriert werde und Schwule
oder Lesben mit Haft oder Deportation rechnen müssten.
Bereits zuvor hatte sein Innenminister dazu aufgerufen,
Homosexuelle «aus Namibias Antlitz zu eliminieren». Bei den
meist aus Kriegs-Veteranen rekrutierten Hilfspolizisten der
SFF fiel die Botschaft offenbar auf fruchtbaren Boden. Die
EU sah sich zu einer Protestnote veranlasst. Die jüngsten
Regierungsäußerungen gegen ethnische und soziale
Minderheiten seien inakzeptabel und Zeichen wachsender
Intoleranz, hieß es darin. Doch das Vorgehen in der
ehemaligen deutschen Kolonie Namibia ist nur die sichtbare
Spitze eines Eisbergs. Auch in den Nachbarländern Simbabwe
und Südafrika regt sich Unmut gegen Homosexuelle. Der
simbabwische Präsident Robert Mugabe hatte sich wiederholt
negativ darüber geäußert; allerdings sind Homosexuelle in
seinem Lande nur eine von mehreren Gruppen, die sich durch
seine Veteranen-Miliz bedroht fühlen. In Südafrika dagegen
ließ im April eine Polemik zwischen den Küstenstädten Durban
und Kapstadt aufhorchen. Der Bürgermeister der
internationalen Konferenzstadt Durban, die mit Argwohn den
Bau eines neuen Konferenzzentrums in Kapstadt beobachtet,
hatte bei einer Veranstaltung mit Blick auf die dortige
Homosexuellen-Szene erklärt:
«Soll
doch Kapstadt bei seinen Schwulen und Lesben bleiben.» Bei
den Homosexuellen des Landes ließen die Worte von
Bürgermeister Obed Mlaba die Alarmglocken läuten. Sie
fürchteten ein falsches Signal, das nicht nur die
wirtschaftlich wie politisch starke Stadt am Kap in
Misskredit bringen könnte. Doch Kapstadts Bürgermeister
Peter Marais reagierte gelassen mit den Worten: «Mlaba ist
über unsere rosafarbene Gemeinde einfach nur grün vor Neid.»
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New York
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In
Leder beerdigt...Glen Hughes, einer der Mitglieder der
legendären Band VILLAGE PEOPLE, ist im März nach langer
Krankheit gestorben. Hughes war der Original „Ledermann“ in
der Gruppe, die mit dem Image archetypischer Männlichkeit
vor allem schwule Fans erreichte. „Macho Man“, „In the Navy“
und vor allem YMCA sind bis heute Hits unter Schwulen. Auf
seinen Wunsch hin, wurde Hughes im Lederoutfit beerdigt.
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Köln
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Der
Lesben- und Schwulenverband Deutschland fordert die
rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Elternpaare.
Dazu gehöre auch ein gemeinsames Sorgerecht für die Kinder,
sagte Sprecher Klaus Jetz am Sonntag zum Abschluss des
Verbandstages in Köln. Außerdem müsse unter den gleichen
Voraussetzungen wie für Ehepaare auch für eingetragenen
Lebensgemeinschaften die Adoption von Kindern möglich sein.
Den Angaben zufolge leben in Deutschland rund 700.000
homosexuelle Paare mit Kindern. Der Verband beklagte, dass
Homosexuelle noch immer diskriminiert und ausgegrenzt
werden. Homosexualität dürfe jedoch nicht länger als
Problemfall angesehen werden, sondern sollte
gesellschaftliche Normalität sein, mahnte Jetz. Der
Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland,
Michel Friedman, zeigte sich besorgt über das Ausmaß
antisemitischer Gedanken in der Gesellschaft. „Es sind nicht
nur Jugendliche mit Springerstiefeln, sondern Menschen in
Anzügen und mit manikürten Fingernägeln“, sagte Friedman auf
dem Verbandstag. Was Toleranz, Offenheit und Bereitschaft
zur Auseinandersetzung angehe, sei er so skeptisch wie seit
Jahren nicht mehr. „In Deutschland explodiert die latent
vorhandene braune Soße, die nie verschwunden ist und jetzt
wieder Nachwuchs bekommen hat“ fügte Friedman hinzu. Er rief
dazu auf, aktiv für die Umsetzung des Rechts auf Freiheit zu
streiten. „Es darf keinen Unterschied mehr geben, ob man
Türke, Afghane, Italiener oder Deutscher, heterosexuell,
homosexuell oder transsexuell ist“, sagte Friedman.
Der
Schwulen- und Lesbenverband im Internet:
http://www.lsvd.de
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Berlin
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Der
Ruf nach einem Denkmal in Berlin für die während der NS-Zeit
verfolgten Homosexuellen nimmt weiter zu. Einen
entsprechenden Aufruf stellte am Donnerstag eine
Aktionsgruppe unter dem Dach des Lesben- und
Schwulenverbandes in der Hauptstadt vor. Zahlreiche
Prominente haben den Aufruf bereits unterschrieben.
Gefordert wird ein Gedenkort in der Nähe des
Reichstagsgebäudes. Ein solches Denkmal solle ein
„beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und
Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen“, heißt es
in dem Papier. Zu den Erstunterzeichnern gehören der
Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul
Spiegel, der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und
Roma, Romani Rose, die Vorsitzende des Förderkreises zur
Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas,
Lea Rosh, Vertreter von Gewerkschaften und Kirchen wie
DGB-Chef Dieter Schulte, die Bischöfinnen Maria Jepsen und
Margot Käßmann, sowie die Schriftsteller Günter Grass und
Christa Wolf. Bislang seien die homo-sexuellen NS-Opfer in
der bundesdeutschen Gedenkkultur zumeist übergangen worden,
betonte ein Sprecher der Initiative. Es sei an der Zeit,
dass sich dies ändere. Seit 1995 bemüht sich die
Aktionsgruppe um einen Gedenkort in Berlin. In dem Aufruf
werden auch Bundestag und die Bundesregierung aufgefordert,
sich ihrer Verantwortung für eine angemessene öffentliche
Würdigung der homosexuellen Opfer des NS-Staates zu stellen.
Zudem sollen das Berliner Abgeordnetenhaus und Senat das
Projekt unterstützen. Der Aufruf für das
Homosexuellen-Denkmal sowie weitere Informationen können im
Internet unter
www.Gedenkort.de abgerufen werden.
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Los Angeles
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Tom
Cruise (38) verklagt einen Pornofilm-Darsteller auf 100
Millionen Dollar. Der Hollywood-Superstar wehrt sich damit
gegen die Behauptung von Chad Slater, eine homosexuelle
Affäre mit ihm habe zur Trennung von Nicole Kidman (33)
geführt, meldet „USA Today“. Slater hatte dem französischen
Magazin „Actustar“ erzählt, dass Kidman die Ehe beendet
habe, nachdem sie von der Beziehung des Pornostars mit
Cruise erfahren habe. Tom Cruise reichte am Mittwoch in Los
Angeles Klage ein, in der zu lesen ist, dass er „weder
homosexuell ist noch es jemals war“. Außerdem kenne er den
Porno-Darsteller nicht einmal. Cruises Anwalt sagte,
„Actustar“ habe sich bereit erklärt, eine Erklärung zu
veröffentlichen, in der die Behauptungen zurückgezogen
würden. Tom Cruise hatte am 10. Februar nach zehnjähriger
Ehe mit Nicole Kidman völlig überraschend die Scheidung
eingereicht.
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Berlin
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Die
Sängerin, Tänzerin und Kabarettistin Evelyn Künneke ist tot.
Die 79-Jährige erlag am Samstag in einer Berliner Klinik
einem Lungenkrebsleiden. Die Beerdigung soll im engsten
Freundes- und Familienkreis stattfinden, wie ihr Pianist und
Manager Frank Golischewski am Sonntag mitteilte. Ein Termin
für die Beisetzung stehe noch nicht fest. Betroffen über den
Tod seiner Kollegin reagiert Schauspieler Günther Pfitzmann:
„Wir haben eine bemerkenswerte Frau verloren, ich habe sie
sehr geschätzt.“ Die Krankheit sei Ende Februar bei einer
Routineuntersuchung festgestellt worden, sagte Golischewski.
Seitdem habe die Künstlerin das Krankenhaus nicht mehr
verlassen können. Fast 60 Jahre stand die Tochter des
Berliner Operettenkönigs Eduard Künneke auf der Bühne. Sie
begann ihren Berufsweg als Tänzerin und Fotomodell. Schnell
machte Künneke, die zeitweilig unter dem Künstlernamen
Evelyn King auftrat, auch als Chansonsängerin in Varietes
Karriere. Während des Zweiten Weltkrieges spielte sie in
einigen Ufa-Produktionen mit und ging als Sängerin auf
Wehrmachtstournee!!! „Sing, Nachtigall sing“ zählte bei
deutschen Soldaten neben „Lilli Marlen“ zu den beliebtesten
Schlagern. Nach Kriegsende setzte die vielseitige Künstlerin
ihre Karriere als Schlagersängerin und Schauspielerin in
Revuefilmen fort. Mitte der 60er Jahre wurde es dagegen
stiller um die Künneke. Nur noch gelegentlich war sie Gast
in TV-Sendungen. Ein Comeback gelang der Künstlerin Anfang
der 70er Jahre, als sie Zugang zu den Filmemachern Rainer
Werner Fassbinder und Rosa von Praunheim fand. Bundesweite
Schlagzeilen brachte Künneke ihre kurzfristige Verlobung mit
von Praunheim ein. „Warum soll ich nicht einen Homosexuellen
heiraten“, erwiderte sie darauf. Von Praunheim drehte mit
ihr „Das skandalöse Leben der E. K.“ und „Ich bin ein
Antistar“. In den 80er und 90er Jahren war Künneke vor
allem auf Kleinkunstbühnen unterwegs. Im vergangenen Jahr
tourte sie, die sich selbstironisch eine „Callas der
Subkultur“ nannte, als eine der „Drei alten Schachteln“ mit
Helen Vita und Brigitte Mira durch deutsche Theater. In mehr
als 160 Vorstellungen feierten die Drei im deutschsprachigen
Raum große Erfolge. Am 16. Februar diesen Jahres starb Vita.
Zu diesem Zeitpunkt war Künneke schon schwer erkrankt. Noch
im vergangenen Jahr wurde die Entertainerin für ihr
Lebenswerk mit der Goldenen Kamera geehrt.
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London
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Eine
rund 20 Millionen Mark teure Kampagne zur Bekehrung von
Juden in Großbritannien hat eine christliche,
US-amerikanische Organisation gestartet. Durch Plakate,
Werbezettel und persönliche Ansprache sollten besonders in
London und Birmingham Juden davon überzeugt werden, zum
Christentum überzutreten, berichtete die Londoner
Tageszeitung «Daily Telegraph in ihrer Sonntagsausgabe. Die
US-Organisation «Jews for Jesus» organisiere ähnliche
Kampagnen derzeit in rund 60 Großstädten in aller Welt.
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copyright: Yachad Deutschland, 2001
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