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US-Prediger: „Gays sind an den Anschlägen schuld!“

 

 

 

Der bekannt homophobe amerikanische Prediger Jerry Falwell hat in einer christlichen Fernsehsendung unter anderem Schwulen und Lesben die Schuld an den Anschlägen von New York und Washington gegeben. Wenn man Gott so erzürne wie es die Homosexuellen mit ihrem Lebensstil tun, müsse man sich nicht wundern, wenn dieser Amerika dann nicht mehr beschütze. „All jenen, die versucht haben, Amerika zu säkularisieren, zeige ich mit dem Finger ins Gesicht und sage: Ihr habt dazu beigetragen‘“, so der Baptistenpfarrer.Falwell entschuldigte sich später mehrfach für seine Äußerungen und bezeichnete sie als unsensibel und unnötig. Sie seien aus dem Zusammenhang gerissen worden, versuchte er sich zu rechtfertigen. Das Weiße Haus hatte Falwells Tiraden als „unpassend“ bezeichnet, ihn aber am folgenden Tag zum nationalen Trauergottesdienst in Washingtons Kathedrale eingeladen.

Wowereit mit Nazi-Parolen diffamiert -

 

 

 

Die Polizei ermittelt derzeit wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen ein Mitglied des Stadtparlaments von Brandenburg an der Havel. Der beschuldigte Dieter H. soll auf einer Geburtstagsfeier die Vergasung von Schwulen während des Naziregimes gutgeheißen haben. In Bezug auf Klaus Wowereit fiel laut Zeugenberichten, darunter vom Oberbürgermeister der Stadt, die Äußerung, es sei "pervers, dass so einer Bürgermeister wird". Und ferner: "Was den Bürgermeister von Berlin angeht, da muss ich dem Hitler Recht geben."

Die Polizei will die Identität des Politikers wegen dessen gesellschaftlicher Stellung nicht freigeben.

copyright: Yachad Deutschland, 2001

CDU Detmold schließt homophobes Mitglied aus -

 

 

 

Die Ratsfraktion der Detmolder CDU hat ihr Mitglied Hendrik Schnelle einstimmig ausgeschlossen. Dieser musste sich vor kurzem wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten, weil er 1998 in einer Gaststätte unter anderem gefordert haben soll, dass man Schwule vergase. Obwohl Schnelle diesen Vorwurf heftig bestritt, sah das Gericht seine Äußerungen als erwiesen an. Er wurde dennoch freigesprochen, da die Bemerkun-gen „zwei Jahre den engen Teilnehmerkreis der Gaststätte nicht verlassen" hätten, so der Richter. Schnelle hat seinerseits seinen Austritt aus der CDU erklärt. Sein Stadtratsmandat will er als nunmehr fraktionsloses Mitglied aber behalten.

Entschädigung für schwule Nazi-Opfer -

 

 

 

Homosexuelle Opfer des Naziregimes haben die Möglichkeit, bis Ende des Jahres Antrag auf Entschädigung zu stellen. Die in Genf ansässige International Organization for Migration (IOM) teilt mit, dies gelte für ehemalige KZ-Insassen, Zwangsarbeiter, Opfer medizinischer Experimente sowie Menschen, die als Flüchtling von der Schweiz abgewiesen oder dort verhaftet wurden. Es wird geschätzt, dass noch ca. 100 schwule Betroffene am Leben sind. Auch die Erben von Opfern, die nach dem 15.2.99 verstorben sind, sind antragsberechtigt. Die bearbeitet die Anträge kostenlos. (kw)

Zweiter schwuler US-Botschafter berufen -

 

 

 

US-Außenminister Colin Powell hat den offen schwulen Michael Guest als Botschafter vereidigt. Guest, der damit der zweite homosexuelle US-Botschafter ist, war von Präsident George W. Bush nominiert und problemlos vom Senat bestätigt worden. Er vertritt die Vereinigten Staaten in Rumänien, wo Homosexualität im Übrigen erst seit kurzem nicht mehr strafbar ist.

Erstes Urteil gegen 15jährigen Schwulen in Ägypten -

 

 

 

Im Prozess gegen die seit Mai inhaftierten 53 Ägypter ist ein erstes Urteil gefällt worden. Ein 15jähriger Junge wurde wegen homosexueller Ausschweifungen zur Höchststrafe von drei Jahren Haft und anschließender dreijähriger Be-währungszeit verurteilt. In medizinischen Untersu-chungen wurde angeblich nachgewiesen, dass er homosexuellen Geschlechtsverkehr gehabt hatte. Gegen den Teenager war wegen seines Alters getrennt von den anderen Angeklagten vor einem Jugendgericht verhandelt worden. Ihm steht die Möglichkeit der Berufung offen.

US-Army lockert Bestimmungen für Gays, das Rote Kreuz nicht -

 

 

 

Das Pentagon hat wie schon 1991 vorübergehend seine „Don’t ask, don’t tell“ Politik aufgehoben. Dies bedeutet, dass Schwule und Lesben bei den Streitkräften sich derzeit als solche zu erkennen geben können, ohne ernsthaft ihre Entlassung befürchten zu müssen. Allerdings besteht die Gefahr, dass Homosexuellen nach einem etwaigen Krieg trotzdem die Kündigung droht. So war es bereits nach dem Golfkrieg geschehen. Das amerikanische Rote Kreuz dagegen hält trotz dringend benötigter Blutkonserven nach wie vor an einer Bestimmung fest, die es Schwulen untersagt, Blut zu Spenden. Diese umstrittene Regelung stammt noch aus dem Jahr 1985.

NRW öffnet Gays das Standesamt -

 

 

 

Ab dem 1. Oktober können Schwule und Lesben in Nordrhein-Westfalen ihre Partnerschaft auf dem Standesamt eintragen lassen. Bisher waren die Be-zirksregierungen zuständig. Dort bereits geschlos-sene Lebenspartnerschaften behalten natürlich ihre Gültigkeit. (kw)

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