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Chanukka
kennzeichnet die Befreiung der Juden Palästinas von der Unterdrückung
durch die makedonischen Syrer im 2. Jahrhundert vor u.Z. Die Griechen
versuchten, der jüdischen Bevölkerung heidnische Riten aufzuzwingen;
Jehuda und seine vier Brüder Jochanan, Shimon, Elieser und Jehonathan,
Söhne des Priesters Mattitjahu aus dem Hause der Haschmonajim, führten
einen Aufsta nd
gegen sie an. Dieser Aufstand erreichte seinen Höhepunkt als König
Antiochus VI. Epihanes von Syrien die Ausübung der heiligen jüdischen
Riten wie Beschneidung, Tempelrituale, Einhaltung des Shabbath und das
Studium der Thora untersagte. Die entscheidende Demütigung bestand
darin, daß der Tempel in ein heidnisches Heiligtum umgewandelt wurde. Im
Jahr 165 vor u.Z. gelang es den Aufständischen, die syrischen Armeen zu
besiegen; danach wurde der Tempel von unten bis oben gesäubert,
gereinigt und neu geweiht. Man fand einen kleinen Ölvorrat, der den
Leuchter 8 Tage brennen ließ. „Chanukkah“ bedeutet „Neueinweihung“,
„Wiedereröffnung“, wird acht Tage gefeiert und beginnt in diesem Jahr am
21. Dezember/24. Kislew (Erew Chanukkah). An jedem Tag des Festes wird
ein neues Licht erzündet (vor dem Licht des Vortages), bis am 8. Tage
der Chanukkaleuter im Glanz der 8 Lichter erstrahlt. Es ist Brauch, den
Dreidel kreisen zu lassen, mit (jidd.) „Chanukkagelt“ zu spielen, dies
den Kindern zu schenken und Lattkes zu verzehren. Die ganze Welt soll
teilhaben am Wunder des Chanukkalichts und deshalb sollte der Leuchter
sichtbar stehen; am Besten am Fenster. Die angezündeten Chanukka-Lichter
dürfen nicht für praktische Zwecke benutzt werden, wie etwa zum Lesen,
zum Beleuchten eines Zimmers oder zum Anzünden einer Zigarette. Darum
befindet sich der Schamasch (das Licht des 'Dieners') neben den
Lichtern. Die angezündete Menora soll möglichst an ein Fenster gestellt
werden, damit sie von außen gesehen werden kann, so daß das
Chanukka-Wunder öffentlich verkündet wird." [Donin, S. 267f.].
"Wie
jeder jüdische Festtag hat auch Chanukka seine typischen
Speisen. Man ißt ausgiebig und mit Appetit. Vor allem müssen
in Öl gebratene Speisen auf den Tisch kommen, die an das Öl
erinnern, das im Tempel gefunden wurde und für acht Tage
reichte. Besonders beliebt sind Krapfen (Sufganiot) und
Latkes. Auf ein anderes Ereignis aus jenen Zeiten beziehen
sich die Käsegerichte. Sie werden zur Erinnerung an die
Heldentat der schönen Judith genossen, die von Holofernes,
dem Feldhauptmann Nebukadnezars, begehrt wurde. Judith aber
war nicht nur schön, sondern auch klug. Sie setzte
Holofernes gesalzenen Käse vor, und nachdem er seinen Durst
mit zahlreichen Bechern Wein gelöscht hatte und in tiefen
Schlaf versunken war, schlug sie ihm das Haupt ab. Sie
brachte es nach Jerusalem und zeigte es seinen Soldaten. Die
wurden von Grauen erfaßt und flohen bis auf den letzten
Mann." [Siehe das Buch Judith, das Bestandteil des
katholischen Alten Testaments ist]
[Dolezalová, S. 108]x
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