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Die
Jahresversammlung 2001 von Yachad Deutschland e.V. fand
trotz geringer Beteiligung der Mitglieder am 08.12.2001 in
München statt. Gerade mal sechs stimmberechtigte Mitglieder
waren in die Räume der AIDS-Hilfe München gekommen, die uns
freundlicherweise einen Konferenzraum - mal wieder -
unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte. Nochmals ganz
lieben Dank an dieser Stelle an unseren (Chef der AIDS-Hilfe
München) Stadtrat Thomas Niederbühl, der durch seinen
Einsatz unsere äußerst erfolgreiche Regional Conference im
Juni 2001 möglich machte! Zu den sechs Stimmen der
Anwesenden konnten wir bei den Abstimmungen auch die Stimmen
von sechs weiteren Yachad-Mitgliedern zählen, die ihre
Vollmacht dazu schriftlich übersandten und auf mich
übertrugen. Durch die Punkte der Tagesordnung - die
Vorstandswahl entfiel, weil wir bei der letzten
Jahresversammlung den bestehenden Vorstand auf die Dauer von
drei Jahren gewählt hatten - und der anschließenden
Diskussion, wurden von den anwesenden Personen viele
interessante Vorschläge zur Zukunft von Yachad Deutschland
e.V. gemacht
bzw. beschlossen
Die TeilnehmerInnen der Jahresversammlung
Weiterhin zählen wir auf alle jüdische Lesben und Schwule,
die dabei mithelfen wollen, Yachad „auszubauen“ und für
andere interessant zu machen. Inzwischen sind wir mit
unseren regionalen Gruppen in verschiedenen deutschen
Großstädten zu einem festen Bestandteil der jeweiligen,
lokalen Szene(n) geworden; zumindest die Gruppen, welche
noch existieren. Wir begreifen den Sinn Yachad`s darin,
durch unsere Präsenz und Aktivität weiterhin mehr Akzeptanz
in der (jüdischen) Gesellschaft zu erreichen. Jüdischen
Homosexuellen, gleich welcher Herkunft, eine „Anlaufstelle“
zu sein; gerade in Deutschland..... Dem Land, von dem die
Shoa ausging, dem Land, das so viel mit unserer Geschichte
zu tun hat und das für manch eine(n) unter uns wieder
Geburts- und/oder Heimatland geworden ist. Der ethnische
Background, der uns trotz aller sonstigen
Unterschiedlichkeiten eint, ermöglicht uns die gemeinsame
Ausübung unserer Traditionen. Für manche ist dies (neben
anderen) Grund genug, einer Gruppe wie Yachad beizutreten;
auch als nicht öffentlich agierendes Mitglied, so wie es
andere (nicht)jüdische Homosexuelle mit der Organisation
anderer Lesben- und Schwulengruppen eben auch tun. Für
manche hingegen nicht. Niemand kann gezwungen werden, Yachad
beizutreten. Das Resultat des vergangenen Jahrestreffens
war:
WIR WOLLEN UND WERDEN YACHAD NICHT UNTERGEHEN LASSEN!!!
Der „alte, neue“ Vorstand (v.l.) Harry Raymon, Fred Fischer
& Daniela Gottheiner
Als nächste „Projekte“ im Jahre 2002, wollen wir die
Zusammenarbeit mit Gruppen ausbauen, die sich gegen
Antisemitismus, Rassismus und Gewalt engagieren, eine
Mitgliedschaft von Yachad Deutsch-land e. V. beim LSVD
(Lesben- und Schwulenver-band Deutschlands) wird erwogen.
Weiter wird es anlässlich des Münchner CSD in diesem Jahr
erst-malig einen Yachad-Wagen in der Parade geben und die
Teilnahme einer deutschen Gruppe = Yachad Deutschland, an
der nächsten World Conference of Gay, Lesbian, Bisexual and
Transgender Jews in Israel (siehe Seite 12) stellt eine
Herausforderung für uns dar.
Alle Personen, die bis dato Mitglieder von Yachad
Deutschland sind; oder werden, erhalten ein Protokoll der
Jahresversammlung mit dieser Zeitungsausgabe.
Fred
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