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Wir
machen keine Vorwürfe sondern wir machen uns Sorgen. Es ist
nicht unsere Absicht nichtjüdi-schen Menschen ein schlechtes
Gewissen zu bereiten. Wir trauern, weil uns die Ermordeten
fehlen. Es geht uns nicht darum, Gedenktage oder Denkmäler
einzuklagen. Wir denken jeden Tag an jene, die uns fehlen
und an das was ihnen ge-schehen ist. Der Grund für unser
Reden ist Hoff-nung. Wir hoffen auf Verantwortung und
Fürsor-gen, auf das Wissen um die Verletzbarkeit des
Menschen und auf die Angst vor der Vernichtung der Freiheit
und der Welt. Wir hoffen, dass Sorge und Schmerz die
Wiederkehr des Schreckens und des Terrors nicht zulassen
werden. Wir glauben, dass es unter Menschen immer mehr
Gemeinsa-mes als Trennendes geben wird - und wir glauben,
dass G'tt seine Welt nie vergessen hat und sie niemals
vergessen wird.
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