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Neues aus Köln

 

 

 Bevor sich Adriana nachfolgend über unser letztes Treffen auslässt, möchte ich ein paar Infos über Yachad Köln/NRW im Allgemeinen loswerden, da ich von verschiedenen Seiten darauf angesprochen wurde. Wir sind zurzeit 23 Leute auf der Mailingliste wovon 16 zum engeren Kreis gezählt werden können (der Jüngste 24 und der Älteste 80 - 6 Frauen und 10 Männer - 6 aus der ehemaligen Sowjetunion). Treffen finden weiterhin jeden Monat statt und zu außergewöhnlichen Gelegenheiten - jeder und jede, der/die nach Köln kommt ist eingeladen uns zu besuchen.

Empfang im Landtag NRW: Yachad Köln/NRW wurde wie in den letzten Jahren auch zum Neujahrsempfang der lesbischen und schwulen Vereine und Selbsthilfegruppen in den Landtag NRW nach Düsseldorf eingeladen. Dieser steht unter der Obhut von Frau Dr. Edith Müller, der Vizepräsident des Landtages und ehemaligen Europaabgeordneten. Dieses Jahr hatte Yachad Köln/NRW die große Ehre eine Rede über uns und unsere Ziele, Hoffnungen und Wünsche zu halten. Adriana sprach trotz vorbereiteter Rede mehr oder weniger frei und erntete großen Beifall. Der anwesende Volker Beck (Mitglied des Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen) wiederholte noch einmal wie wichtig die Einbeziehung von Yachad Köln/NRW in die schwul/lesbische Gemeinschaft für den LSVD und auch die anderen Gruppen in diesem Bundesland ist.

Viele interessante Gespräche waren nach den Reden möglich und wir konnten einige neue Kontakte knüpfen. So gibt es vielleicht eine Einbeziehung von Yachad Köln/NRW in die Gespräche zwischen Peace Now Aktivisten aus Israel und Paul Spiegel in Düsseldorf - wir werden sehen... was zieh ich da bloß an???

Shalom aus Kölle - Aaron

Also.. zu unserem Treffen. Es waren 10 Leute da, davon vier Lesben - oh yeah! Die Stimmung war locker und vertraut. Die ganze Zeit haben welche miteinander geredet und ich hatte den Eindruck, alle haben sich sehr wohl gefühlt - niemand fühlte sich ausgeschlossen, niemand wurde ignoriert. Was mir immer wieder auffällt, ist diese Dynamik von Assoziationen und wie Fäden weitergesponnen wurden. Zwischendurch konnte einen schon das Gefühl einholen, alle haben das Thema verloren oder den Faden oder ähnlich verwirrendes. Aber dann fügte sich alles doch wieder und passte zusammen. Wir sprachen über die Gründe, weshalb Jede und Jeder eigentlich bei YACHAD gelandet ist. Und immer, wenn Eine/Einer anfing zu erzählen, fiel mindestens vier anderen genau dazu etwas ein und die zweier und dreier und vierer - Diskussionen nahmen munter ihren Lauf. Irgendwann erzählte Der- oder Diejenige weiter und wieder fiel Anderen dazu was ein. Na ja, und irgendwann war dann der oder die Nächste mit Erzählen dran. Siehe vorher... Wir haben also stundenlang assoziativ gequatscht und uns gegenseitig und uns selbst dazu befragt, was diese Mischung von jüdisch sein und homosexuell sein nun so brisant und Yachad nötig macht.

Na ja ... und wie es halt bei Jüdinnen und Juden häufiger vorkommt: wir haben keine und Tausende von Antworten, aus denen sich neue Fragen ergeben, gefunden und... es hat, soweit ich es einschätzen konnte, allen ziemlich viel Spaß gemacht, was unter anderem deutlich daran wurde, dass alle erst gegen 1.ooh die kleinen gemütlichen Hallen der Adriana verließen. Summa Summarum: ein echt gelungener Abend!

Gruß

Adriana Stern 

copyright: Yachad Deutschland, 2002/5762
 
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