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- das
erste, unter den in der Bibel genannten großen jüdischen
Festen, wird
zur Erinnerung an den Auszug der Kinder Israels (Bnej
Jisraels) aus der ägyptischen Sklaverei gefeiert und es soll
weiter dran erinnert werden, wie wichtig es ist, den Kampf
für die Freiheit in jeder Generation fortzusetzen. Zu diesem
grundsätzlichen, spirituellen Konzept kommen noch das
prächtige Zeremoniell und die besonderen Speisen hinzu,
wodurch Pessach zu einem einzigartigen unter den jüdischen
Festen wird. Pessach war und ist ein Familien- und
Gemeinschaftsfest.
Die
Torah (2. Buch Moses 12) sagt: „der Herr aber sprach zu
Moses und Aaron in Mitzrajim: Dieser Monat (Nissan) soll bei
euch der erste Monat sein... Am zehnten Tage dieses Monats
nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für das Haus...“
Dieses Lamm, das Pessach-Lamm, sollte bis zum 14. des Monats
gehütet und dann geopfert, gebraten und unter den
Familienangehörigen verteilt werden. Chag Ha`Pessach (2.
Buch Moses 34,25), das Fest des Pessach-Lamms, erhielt seine
Bestimmung in dem Moment, als der Ewige an den Häusern der
Kinder Israels vorbeiging und ihnen die zehnte Plage
ersparte, nämlich die Tötung des Erstgeborenen in jeder
ägyptischen Familie. Das hebräische Wort „Pessach“ bedeutet
„vorübergehen an“.
Heute
verlocken die breite Palette von Speisen und die Seder-Feier
in der Gemeinschaft viele Menschen dazu, an der
Pessach-Erfahrung teilzuhaben. Pessach wird von mehr
Jüdinnen und Juden eingehalten und gefeiert, als irgendein
anderes Fest des jüdischen Kalenders. Nach einer
Untersuchung begehen 99 % der jüdischen Bevölkerung Israels
das Fest in irgendeiner Weise, z.B. indem sie Mazzot
verzehren, die zu Pessach untersagten Speisen (chamez)
meiden, ihr Haus und die darin befindlichen Gerätschaften
vollständig säubern (kaschern) und an einem Seder oder einem
G`ttesdienst in der Synagoge teilnehmen. Pessach gehört
ebenso wie Schawuot und Sukkot zu den durch die Torah
gebotenen drei großen Wallfahrtsfesten (schalosch regalim).
Drei Aspekte sind zusammengekommen, die Pessach zu einem
besonders herausragenden und bedeutungsvollen Fest machen –
ein Fest, das in Worten und Taten das Ideal der Freiheit
symbolisiert.
Ursprünglich bestand Pessach aus völlig zwei
unterschiedlichen Festen. Das eine war Chag Ha`Pessach, das
andere, Chag Ha`Mazzot. Dieses Fest des ungesäuerten Brotes,
welches schon sehr lange vor den Ereignissen in Ägypten
gefeiert wurde, ist mit dem überstürzten Auszug des
jüdischen Volkes aus Ägypten in Verbindung gesetzt worden,
weil sie den rohen Teig mitnahmen, „ehe er durchsäuert war“.
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