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MSD 39
MUNICH 10-2003

Yachad München

Im Laufe der vergangenen Jahre gab es eine erstaunliche Entwicklung. Eigentlich jeder Stadtteil Münchens organisiert in den Sommermonaten ein eigenes Strassenfest. Manche Viertel halten gleich mehrere Strassenfeste hintereinander ab und fast jedes hat inzwischen auch eine feste schwul-lesbische TeilnehmerInnenschaft. DER Pflichttermin im August ist hingegen das traditionelle schwul-lesbische Strassenfest in der Hans-Sachs-Straße (im Herzen des Glockenbachviertels). Was einst als Geburtstagsparty des Gay-Zentrums „SUB“ begann, zählt heute rd. 2.000 regelmäßige „Partygäste“ und fand in diesem Jahr zum 13. Mal, auch wieder unter zahlreicher Beteiligung der Münchner Yachadniks, statt.

Zunächst sah es so aus, als würde in diesem Jahr überhaupt kein gemeinsames Sommerfest der Münchner Yachad-Gruppe geben. Auch die Monatstreffen hatten bereits seit geraumer Zeit nicht stattgefunden. Deshalb entschlossen wir uns kurzum dazu, beide Vorhaben am 30. August zusammenzulegen und zwar im Hinterhof-Garten meines Wohnhauses. Doch leider machte uns ausgerechnet an diesem Tag, das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Fast alle, die wir eingeladen hatten, waren auch erschienen. Zudem einige neue Interessenten, die extra angereist waren. Und wirklich jede® hatte etwas zum üppigen Buffet beizusteuern. WOW! Israelische und italienische (Vor)Speisen, Bagels, Salate, Kuchen und Obst sammelten sich allmählich auf dem Tisch. Auch wenn das Wetter nicht so toll war, so hatten wir dennoch einen schönen, vergnügten Abend, was nebenstehende Bilder dokumentieren.

Oktoberfest! Bierzelte, Maßkrüge, Lederhosen. Eines der schönsten Gay-Events des Jahres in München. Zum 26. Mal lädt der MLC München zum Oktoberfest, mit vielen Veranstaltungen und v.a. dem GaySunday, im Bräuroslzelt. Was für eine Erfolgsgeschichte! Mit ein paar Lederkerlen auf dem Balkon fing es an, heute feiern ca. 5.000 Schwule aus der ganzen Welt jedes Jahr in diesem riesigen Bierzelt. Auch die Münchner Yachadniks werden traditionell mit dabei sein. Ein Bericht hierzu in der nächsten Ausgabe der MSD.

Im Oktober starten wir außerdem einen Yachad-Ausflug in die Berge. Natürlich wird das keine Kletterei, vielmehr ein Spaziergang (auf den Wirtschaftswegen) zum Rotwandhaus, auf ca. 1.200 Höhenmetern. Dort angekommen bietet sich eine prachtvolle Aussicht und es läßt sich nett einkehren. Gegen Spätnachmittag werden wir bereits wieder im Tal sein und die Heimfahrt antreten. Auch hierüber berichten wir in the next issue.

In diesem Jahr wird es erstmalig kein gemeinsames Yachad-Fastenbrechen geben. Dafür ein Abendessen nach dem Rosh HaShana G’ttesdienst bei Haim.

Wie auch im vergangenen Jahr werden wir Sukkot auch bei mir im Garten meines Wohnhauses feiern, wir hatten dort erstmals eine gemütliche Sukka errichtet (keiner war in den Jahren zuvor auf die Idee gekommen...), ein Bericht der diesjährigen Feier erfolgt in der nächsten MSD.

Wie im Editorial auf Seite 2 bereits angesprochen, werden wir uns zusammen mit der Münchner Sektion des BJSD (Bund Jüdischer Studenten in Deutschland) und der israelischen Botschaft an einer Aktion auf dem Münchner Marienplatz beteiligen. Es gilt die israelischen Opfer der Attentate nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und den Passanten dies zu vermitteln. Eitan hat diese Aktion vorgeschlagen, die wir selbstverständlich nur unterstützen können. Auch hierzu demnächst mehr.

Fred Fischer

msd39 sept/okt 2003

 
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