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MSD 41

EDITORIAL 02-2004

Ihr Lieben,

zwar könnt Ihr es auch dem Bericht über die „Jahresversammlung“ von Yachad Deutschland e.V. entnehmen, aber ich möchte als erstes an dieser Stelle unser neues Vorstandsmitglied, Philip Strassmann, begrüßen: Bruchim Habaim, in unserer Runde.

In Resonanz auf den Artikel zu Yachad in der Jüdischen Allgemeinen, hatte mich vor einigen Tagen der orthodoxe Münchner Gemeinderabbiner, Steven Langnas, zu einem persönlichen Gespräch in seine Privatwohnung gebeten. Ich kenne ihn natürlich seit seinem Amtsantritt, habe ihn bei Events, in der Synagoge oder auf der Strasse oft getroffen und gesprochen, doch wäre ich nie darauf gekommen, dass wir einmal ein privates Gespräch über das Thema Homosexualität führen würden. Dieses verlief äußerst offen und positiv. Er bat mich, allen Yachadmitgliedern (und v.a. den Münchnern) auszurichten, dass sie sehr willkommen sind, am G’ttesdienst der Reichenbachstraße teilzunehmen...

Er teilt meine Auffassung, dass die Sexualität eines Gemeindemitgliedes keine Bedeutung für den Besuch der orthodoxen Synagoge haben sollte. Somit sind speziell die Münchner Yachadniks aufgerufen, sich bei Bedarf mit Rabbi Langnas in Verbindung zu setzen. Die Yachadmitglieder sollen sich z.B. „an den verschiedenen Themenabenden des Jewish Lehrhaus beteiligen und sich in die Gemeinde – auch als Lesben und Schwule – integrieren“. Soweit tough enough, denn die Integrierung von Lesben und Schwulen in ein orthodoxes Gemeindeleben, wird nicht unbedingt von ALLEN Mitgliedern geteilt und ein sensibles Terrain. In jeden Fall ist es aber ein Schritt nach vorne. Und ich bin noch immer ziemlich erstaunt über die liberalen Ansichten und Äußerungen des Rabbiners.

Die Idee unserer Ausstellung zum 10-jährigen Jubiläum von Yachad Deutschland e.V., im Frühsommer 2005, nimmt Formen an. Ein erstes Konzept ist erstellt und alle die Lust haben dieses zu verfeinern, sind aufgerufen mitzumachen und einen ideellen Beitrag zu erbringen.

Wie in jedem Jahr, wird auch in diesem Januar der Jahresbeitrag für Yachad Deutschland fällig. Bitte denkt in der nächsten Zeit an die Überweisung des Mitgliedsbeitrages. Die Bankverbindung ist dem Impressum zu entnehmen. Und natürlich sind uns, wie immer, auch Spenden herzlich willkommen - Thank you!

Ein glückliches und gesundes Jahr 2004 für Euch alle
– Mazel tov 2004!

Liebe Grüße ve Shalom

Fred Fischer
Für den Vorstand von Yachad Deutschland e.V.

Yachad: München Köln
 
Bist Du zwischen 18 und 35? JA
Bist Du Jüdisch? JA
Dann bist Du bei uns richtig!

Wir sind eine Gruppe junger Juden, die sich regelmäßig in München trifft: vom @was gemeinsam trinken gehen über Veranstaltungsbesuche, bis zum gemeinsamen Gang in eine der Münchner Synagogen. Natürlich stehen wir in Kontakt mit den anderen Regionalgruppen von Jung & Jüdisch und nehmen regelmäßig an bundesweiten Treffen teil.

Zahlen – Daten - Fakten

(i) Wir sind keine religiösen Fundis. Unsere religiöse Heimat ist die Liberale Jüdische Gemeinde Beth Shalom (www.beth-shalom.de), wir sind aber offen für alle Strömungen innerhalb des Judentums. Bei uns haben alle Gruppenmitglieder die gleichen Rechte und Pflichten, unabhängig ob Frau, Mann, lesbisch, schwul, oder was auch immer.

(i) Jung & Jüdisch München gibt es seit Dezember 2002/Tewet 5763.

(i) Wir von Jung & Jüdisch, sind offen für alle jüdischen Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren.

(i) Wir treffen uns in der Regel zwei Mal im Monat in einer Kneipe, oder in den Synagogenräumen von Beth Shalom, München. Daneben feiern wir die jüdischen Feste und treffen uns auch oft zu sonstigen Aktivitäten.

(i) Wir stehen in regem Austausch mit den anderen Regionalgruppen von Jung & Jüdisch Deutschland, beteiligen uns an den bundesweiten Treffen und unternehmen eigene Fahrten in andere Städte im In- und Ausland (z.B. Berlin, Prag und Zürich).

(i) Die Themenbreite reicht von Fernseh-Tipps, Büchern und Musik über Studium, Feste und Veranstaltungen, bis hin zum jüdischen Leben in München.

(i) Wir von Jung & Jüdisch München, sehen uns in der Tradition des liberalen Judentums. Die Pluralität des Judentums findet sich jedoch auch in unserer Gruppe wieder, d.h. wir sind auch Heimat für konservative, orthodoxe und säkulare Juden.

(i) Jung & Jüdisch gibt es auch in Hannover und Berlin. Infos unter www.jungundjuedisch.de

Interesse an uns? Dann schicke uns eine Email: jung-juedisch-muc@gmx.de

Adrian Schell

msd41 jan/feb 2004

 
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